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Bunt statt Braun – Jusos in Aktion mit dem Bündnis für Demokratie/ Netzwerk gegen Rechtsextremismus

Bunt Statt Braun 150px
08. Mai 2010 0 Kommentare

Fin, Zoe, Lars, Marie und Arne finden bunte Farben wie rot oder grün viel schöner als braun und strecken ihre bunten Hände der Kamera entgegen. Unter dem Motto „Bunt statt Braun“ mobilisierten die Jusos zahlreiche Lüneburger auf der Info-Meile des Bündnisses, mit ihrem farbigen Handabdruck ein Zeichen gegen Rechts zu setzten.

Am 8. Mai wurden auf dem IHK-Vorplatz Am Sande schon früh am Morgen eine Bühne und zahlreiche Stände aufgebaut, Infosäulen aufgestellt und Plakate aufgehängt. Mit vielen Informationen, Redebeiträgen und musikalischen Einlagen verschiedener Bands, darunter Neopit Pilski und Satellite, mahnte das Bündnis für Demokratie/Netzwerk gegen Rechtsextremismus – zu dem auch die Lüneburger Jusos zählen – anlässlich des Kriegsendes und der Befreiung Deutschlands von der Nazidiktatur vor 65 Jahren, die bis heute andauernde Bedrohung durch braune Propaganda nicht zu unterschätzen.

Zwischen 10 und 14 Uhr ergriffen verschiedene Redner das Wort, darunter auch der stellvertretende Juso-Vorsitzende Ansgar Gräntzdörffer. Er erinnerte in seinem Vortrag an die Rede von Otto Wels aus dem Jahr 1933. In dieser stellte sich der damalige Parteivorsitzende der SPD gegen das Ermächtigungsgesetz und bekannte sich "zu den Grundsätzen der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Sozialismus". Gräntzdörffer betonte, dass der Rechtsextremismus in Lüneburg auch heute noch bekämpft werden müsse. „Ich wünsche mir mehr Zivilcourage aus der Mitte der Gesellschaft gegen jede Art von Rassismus, Nationalismus und Fremdenhass. Man muss den Rechten die Stirn bieten, offen protestieren und Widerstand leisten. Steht auf gegen Nazis auf den Straßen, gegen den alltäglichen Rassismus, steht auf gegen Geschäfte die Thor-Steinar-Klamotten verkaufen und protestiert gegen Tattoo-Läden mit Nazis als Besitzern, steht auf gegen Nazis in unserer schönen Stadt und sonstwo, protestiert gegen Faschos in den Parlamenten, und widersetzt euch gegen die Ewiggestrigen und Holocaustleugner. Protest und Widerstand! Bunt statt Braun heißt unser Motto im täglichen Kampf gegen Rechts.“ Er wies zudem erneut auf den Antrag der Jusos nach einem Beauftragten gegen Rechtsextremismus hin.

Nur ein paar Meter weiter wurde am Juso-Stand in der Grapengießerstraße neben der Fingerfarben-Aktion an einem Graffitibild zum 8. Mai gearbeitet. Der Graffiti-Künstler erstellte in kürzester Zeit ein farbenfrohes Kunstwerk auf einer 2 m mal 1,2 m großen Wand. Seine Arbeit veranlasste nicht nur vorbeilaufende Passanten stehenzubleiben, auch der Künstler war am Ende „überaus zufrieden“.

Die Fingerfarben-Aktion war ebenfalls ein voller Erfolg: Mehr als 50 große und kleine Hände wurden bemalt, um sich danach auf dem Transparent „Bunt statt Braun“ zu verewigen. Über diese rege Beteiligung freut sich auch die Juso-Vorsitzende Eva Köhler: „Die Aktionen der Jusos waren tolle Möglichkeiten, mit Lüneburgern ins Gespräch zu kommen und mit ihnen über die Problematik des Rassismus im Alltag zu diskutieren. Mit dieser Veranstaltung ließ sich heute gemeinsam über einige Parteigrenzen hinaus ein tolles Zeichen gegen Rechts setzen, “ so Köhler. Die Juso-Vorsitzende hofft, dass sich in Zukunft auf die gute Zusammenarbeit im Bündnis für Demokratie/Netzwerk gegen Rechtsextremismus weiter aufbauen lässt, um sich mit vereinten Kräften dem Rechtsextremismus in Lüneburg entschlossen entgegen zu stellen.

Die Fotos der Aktion sind in den kommenden Tagen in der Galerie zu finden.

Verfügbare Downloads Format Größe
Rede 08. Mai 2010 (A. Gräntzdörffer) PDF 211 KB
Gruppenbild 350px

BürgergesellschaftKampagnenMenschenrechte

 

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